Supply Chain und Logistik

Vorwort

Die blueplanet Investments AG hat es sich zur Aufgabe gemacht für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu unseren Lieferanten, Kunden und Partnerunternehmen zu etablieren. Daher erwartet die blueplanet Investments AG auch von Ihren Geschäftspartnern, dass sie sich an die folgenden Regeln halten, um im Einklang mit den Geschäftsprinzipien unseres Unternehmens zu handeln.

Zur Sicherstellung dieses Zieles verwendet die blueplanet Investments AG eine 3x3 Matrix, welche aus den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: (i) ökonomische Profitabilität, (ii) soziale Verantwortung und (iii) ökologischer Einfluss und den Prozessschritten: (i) Leitliniendefinition (Voraussetzungen), (ii) Auswahlverfahren und (iii) Kontrollmechanismen besteht. Jegliche Forderung, die die blueplanet Investments AG an ihre Partner und Tochtergesellschaften stellt, wendet sie selbst auf ihr eigenes Handeln an.

Zusätzlich gelten die folgenden Standards als Maßgabe bei der Vergabe von Aufträgen und Partnerverträgen:

  • Internationale Menschenrechtscharta
  • Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Kernarbeitsnormen
  • Zehn Prinzipien des UN Global Compact
  • OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen
  • ILO Trilaterale Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik
  • ISO 26000: Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung
  • OECD Übereinkommen über die Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr

Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für eine Zusammenarbeit mit der blueplanet Investments AG ist, dass alle Partner sich an alle geltenden Gesetze derer Länder halten, in denen sie operieren. Die blueplanet Investments AG selbst wird sich gegenüber ihren Partnern immer gesetzestreu und fair verhalten.

Arbeitnehmer

Die Vorgaben für die Partner der blueplanet Investments AG, sowie deren Beteiligungen, orientieren sich an den „Fair Compensation“ Leitlinien und den weiteren Vorgaben der Personalpolitik.

Partner müssen:

  • die Menschenrechte ihrer Mitarbeiter/innen achten.
  • ihre Mitarbeiter/innen fair und mit Respekt behandeln.
  • keine Kinder oder Zwangsarbeiter beschäftigen.
  • für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter/innen sorgen. Hierzu müssen regelmäßige Trainings durchgeführt, Zielparameter festgelegt und eine unabhängige Überprüfung sichergestellt werden.
  • die Rechte ihrer Mitarbeiter/innen schützen (Persönlichkeits-, Datenschutzrechte, etc.).
  • Bewerber/innen rein auf Basis ihrer Befähigung einstellen und Diskriminierung ausschließen.
  • den Bewerber/innen alle Informationen zur Einstellung in verständlicher Form bereitstellen.
  • ihre Mitarbeiter fair bezahlen, dies bedeutet die Einhaltung von gesetzlichen Mindestlohnstandards oder die Sicherstellung der Lebensgrundlage auf Basis eines Vollzeitverhältnisses.
  • die Bildung von Gewerkschaften oder Betriebsräten nicht behindern und diese als Verhandlungsführer in Lohnverhandlungen anerkennen.
  • sich an die geltenden, gesetzlichen Arbeitsschutzregeln halten.
  • jegliche Ausbeutung oder Missbrauch ihrer Mitarbeiter/innen verhindern. Dies beinhaltet die Verhinderung von Diskriminierung, Mobbing, sexueller Belästigung und anderen unangemessene Verhaltensweisen.
  • auf die Einhaltung dieser Leitlinien bei ihren Subunternehmern achten.

Partner sollen:

  • Löhne so ausgestalten, dass sie den Marktgegebenheiten entsprechen und als Anreiz für ihre Mitarbeiter/innen wirken.
  • die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter/innen so gestalten, dass diese den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und max. 48 Stunden die Woche im Durchschnitt über vier Monate nicht überschreiten.
  • Prozesse entwickeln, um die Arbeitssicherheit zu erhöhen.
  • Prozesse einführen, die sicherstellen, dass die Voraussetzungen erfüllt werden und kontrolliert werden können.
  • ihren Mitarbeitern/innen zusätzliche Benefits bieten.
  • ihren Mitarbeitern/innen einen klaren Karrierepfad aufzeigen.

Internationaler Handel & Geldwäsche

Bei Geschäften auf internationaler Ebene sind eine Vielzahl an Gesetzgebungen, Sanktions- und Zollregelungen zu beachten. Die blueplanet Investements AG wird alle diese Vorgaben bei ihren Projekten und logistischen Vorhaben beachten und erwartet dies auch von ihren Tochterunternehmen und Partnern.

Ebenso erwartet die blueplanet Investements Gruppe von allen ihren Partnern, dass sie jeglicher Form von Bestechung, Korruption, Erpressung oder Veruntreuung unterbinden und entsprechende Prozesse einführen, um diese Vergehen zu verhindern. Dies beinhaltet auch die Verhinderung von Geldwäsche und Finanzierung von Terror.

Partner müssen:

  • die Export- und Importklassifizierung von Waren, Software oder Technologie verwenden, um festzustellen, ob sie für die Ausfuhr/Einfuhr eine behördliche Genehmigung benötigen.
  • sich vergewissern, dass vor jedem Export/Importgeschäft alle erforderlichen Lizenzen oder Genehmigungen vorhanden sind und sich an alle Anforderungen, Ausfuhrgenehmigungen oder Ausnahmegenehmigungen halten.
  • alle Interessenskonflikte, die im Bezug auf die Zusammenarbeit mit der blueplanet Investments AG und ihren Beteiligungen bestehen, angeben. Dies umfasst auch Beteiligungen von politischen Parteien und Personen.
  • alle Ausfuhrkontrollen, Wirtschaftssanktionen und Zollgesetze einhalten, die den grenzüberschreitenden Transfer von Waren und Technologien regeln.
  • vollständige und zeitnahe Informationen zur Einfuhranmeldung und zur Klassifikation der Waren, sowie eine vollständige Produktbeschreibung angeben.
  • alle geschäftlichen und kommerziellen Transaktionen transparent gestalten und diese in ihren Büchern aufzeichnen, um Geldwäsche oder Terrorfinanzierung zu verhindern.
  • verhindern, dass Bargeld oder andere Dinge von Wert als Bestechungsgeld gezahlt werden. Weitere Vergünstigungen wie (nicht ausschließlich) Geschenke, Bestechungsgelder oder Jobangebote dürfen nicht angenommen oder gegeben werden, wenn sie den Wert von 20,00 € pro Halbjahr überschreiten.
  • auf die Einhaltung dieser Leitlinien bei ihren Subunternehmern achten.

Partner sollen:

  • ein Überwachungssystem für alle im Import/Exportprozess erstellten Dokumente etablieren, um schnell auf Anfragen der blueplanet Investments AG eingehen zu können.
  • insbesondere bei Geschäften mit Behörden, Regierungen und sonstigen Amtsträgern ein vier Augen-Prinzip einführen, so dass die Gefahr von Bestechung minimiert wird.
  • in ihrer Kommunikation gegenüber den Behörden offen sein und mit ihnen kooperieren.

Einfluss auf die Umwelt

Zum Schutze der Umwelt verpflichtet sich die blueplanet Investments alle Glieder der Wertschöpfungskette ihrer Beteiligungen so zu optimieren, dass ein möglichst geringer Effekt auf Flora und Fauna entsteht. Dieses Vorhaben umfasst zum einen die Erhöhung der Effizienz der eingesetzten Rohstoffe, die Vermeidung von Umweltrisiken und Verzicht auf schädliche Inhaltsstoffe, zum anderen die Schaffung von Bewusstsein über Nachhaltigkeit in der Belegschaft und Ausgleichsprojekte für CO² Ausstoß.

Partner müssen:

  • die Sicherheit ihrer Produkte und Prozesse nachweisen können.
  • nachhaltig mit Abfallwasser umgehen.
  • die Auswirkung ihrer Geschäfte auf die Umwelt messen.
  • die Mengen an Verbrauch von Wasser und Papier, sowie den CO² Ausstoß messen.
  • die Biodiversität schützen.
  • auf schädliche Inhaltsstoffe in ihren Produkten und Prozessen verzichten.
  • Vorkehrungen treffen, um Risiken und Unfälle mit negativer Auswirkung auf die Umwelt zu verhindern.
  • an Recyclingsystem teilnehmen, um ihren ökologischen Fußabdruck zu vermindern.
  • auf die Einhaltung dieser Leitlinien bei ihren Subunternehmern achten.

Partner sollen:

  • ihre Prozesse in Hinblick auf Nachhaltigkeit überwachen und ständig verbessern.
  • Ressourcen- und Rohstoffeinsatz so effizient wie möglich gestalten. Dies kann z.B. durch Wiederverwendbarkeit von Verpackungen oder Ersatz von Rohstoffen geschehen.
  • ihren CO² Ausstoß vermindern. Ziel ist eine ausgeglichene CO² Bilanz.
  • Emissionen durch Transport so gering wie möglich halten und die Logistik entsprechend optimieren.
  • ihre Mitarbeiter/innen im Bereich Nachhaltigkeit schulen.
  • im öffentlichen Diskurs für Sichtbarkeit von Umweltproblemen sorgen.
  • ISO Zertifizierungen durchführen nach ISO 14001, ISO 14040, ISO 14044, ISO 14064, ISO 14067 und ISO 14046.

Auswahl und Zusammenarbeit

Für die Auswahl der Partner gelten die oben genannten Voraussetzungen. Während die „muss“-Voraussetzungen als Mindestmaß für eine Kooperation mit der blueplanet Investments AG und ihren Beteiligungen gelten, sind die „soll“-Voraussetzungen als Entwicklungspotenzial zu verstehen und werden bei der Wettbewerbssituationen zwischen verschiedenen Anbietern zur Bewertung berücksichtigt. Die blueplanet Investments AG fördert die Entwicklung aller Partnerunternehmen in Richtung Nachhaltigkeit und setzt sich dafür ein, dass ihre Beteiligungen die Partner bei ihrer Entwicklung unterstützen.

Bevor die blueplanet Investments AG oder eine ihrer Beteiligungen eine Zusammenarbeit mit einem Lieferanten oder Partner eingeht, wird dieser im Hinblick auf die oben genannten Punkte überprüft. Der Umfang der Überprüfung über die Einhaltung der Voraussetzungen soll dem Umfang der der Zusammenarbeit angemessen sein.

Bei einmaligen Transaktionen (bis zu einem bestimmten Wert) und Transaktionen von geringem Wert kann eine interne Analyse anhand von öffentlich zugänglichen Informationen durch die auswählende Gesellschaft durchgeführt werden. Zusätzlich sollte eine Selbstauskunft vom Partner eingefordert werden. Die Selbstauskunft soll eine wahrheitsgetreue Wiedergabe der Managementvorgaben und –prozesse sein, welche die nachhaltige Bereitstellung der Dienste und Produkte sicherstellt.

Informationen über folgende Punkte sollen hier positiv in die Bewertung der Partner eingehen:

  • Nachweis über Zertifikate mit Bezug zur Nachhaltigkeit (z.B. im Bereich Umweltschutz oder Arbeitsstandards)
  • Einhaltung von nicht-zertifizierbaren Standards
  • Klare Zuweisbarkeit des Themas Nachhaltigkeit zu einer Person im Top-Management
  • Mitgliedschaft in entsprechenden Industrieinitiativen und Verbänden
  • Veröffentlichung von KPIs im Bereich Nachhaltigkeit
  • eigener Verhaltenskodex zu Nachhaltigkeit
  • Ergebnisse vorheriger Prüfungen mit Angabe des Prüfers und Umfang der Prüfung

Bei umfangreicheren Kooperationen muss eine weitergreifende Überprüfung der Einhaltung der Vorgaben durchgeführt werden. In diesem Fall sollte entweder ein externer Auditor berufen werden, um den Partner zu bewerten oder durch eigenes Personal ein Screening erfolgen. Die folgenden Punkte sollten dabei überprüft werden:

  • Standortbegehung: Visuelle Beurteilung der Standorte auf sichtbare Verstöße.
  • Gespräche mit dem Management: Unternehmensrichtlinien und Umsetzung, Einsatz von Managementsystemen, Gehältern, Arbeitszeiten usw.
  • Gespräche mit den Mitarbeitern: Mögliche Themen sind unter anderem die Arbeitsbedingungen, Ressourcennutzung, Geschlechtergerechtigkeit, etc. Es sollten Diskussionen mit einer repräsentativen Anzahl von Mitarbeitern geführt werden.
  • Dokumentenauswertung: Überprüfung der Personalakten, Gesundheitsdokumente und Sicherheit, Informationen über Arbeitszeiten, Daten über Emissionen, Material, etc. und Energieverbrauch.

Nach der Auswahl eines Partners werden alle Bewerber des Auswahlprozesses über das Ergebnis und die damit verbundenen Auswahlkriterien informiert. Die blueplanet Investments AG und ihre Beteiligungen gehen im Anschluss eine Partnerschaft mit dem ausgewählten Unternehmen ein und arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der Umsetzung von Nachhaltigkeit innerhalb der Supply Chain.

Kontrolle

Die blueplanet Investments AG stellt sicher, dass die oben genannten Leitlinien auch im Verlauf der Zusammenarbeit mit ihren Partnern eingehalten werden. Zu diesem Zweck wird eine Reihe an internen und externen Maßnahmen getroffen, um Verstöße gegen die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit frühzeitig festzustellen und dagegen vorgehen zu können.

Die blueplanet Investments AG überwacht aktiv Medien- und NGO-Berichte im Bereich Nachhaltigkeit. Sie sorgt zudem dafür, dass die Mitarbeiter/innen ihrer Beteiligungen im Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen geschult werden und eine Möglichkeit besteht direkt an die blueplanet Investments AG zu berichten, sollte ein Verstoß vorliegen. Diese Möglichkeit ist anonym und birgt keine Nachteile für die berichtende Person.

Intern werden zudem die Kriterien für die Bewertung von Zulieferern und Partnern regelmäßig auf Aktualität überprüft und an länderspezifische Gegebenheiten angepasst, so dass alle verbundenen Unternehmen eine passende Grundlage für ihre Entscheidungen haben. Dafür werden Kontakte zu Experten aufgebaut, um auf die aktuellsten Erkenntnisse zurückgreifen zu können.
Es wird angestrebt in Zusammenarbeit mit den Partnern der blueplanet Investments AG und ihren Beteiligungen Projekte zu entwerfen und zu implementieren, welche zur Verbesserung im Bereich der Nachhaltigkeit auf beiden Seiten führen und gegenseitiges Lernen ermöglicht.

Stichprobenartig werden Angaben von Partnern überprüft, um auch bei einmaligen Transaktionen und Transaktionen von niedrigem Wert eine ausreichende Validität der Informationen sicherzustellen.

Geplant ist ein angepasster „Code of Conduct“ für Zulieferer, der vor Unterzeichnung eines Vertrages ebenfalls unterzeichnet werden muss. Dieser wird auf der Basis des hier vorliegenden Dokumentes formuliert und die Mindestanforderungen an Partner schriftlich auf beiden Seiten festhalten.